OPEN-MINT-Masters Münster 2016

Aufgaben


Aufgabe 1: Der Elektrobus

Der Roboter folgt einem aus den Spieltischkacheln zusammengestellten Parcours (Linie).
Auf der Fahrspur befinden sich Haltestellen, an denen der Roboter fünf Sekunden lang anhält und erst dann seine Fahrt fortsetzt.
Je angefahrener Haltestelle bekommt das Team einen Punkt, je korrekt erkannter Haltestelle weitere drei Punkte.
Gewonnen hat, wer nach Ablauf von 150 Sekunden die meisten Punkte erzielt hat.
Anzahl und exakte Position der Haltestellen sowie der Streckenverlauf werden bei Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.

Es werden zwei Durchläufe gespielt.


Aufgabe 2: Die Taxifahrt oder die Mitfahrgelegenheit

Es wird die Spielfläche aus Aufgabe 1 verwendet. (inkl. der Haltestellen)
Jeder Operator platziert vor Beginn der Runde auf dem Spielfeld des anderen Teams mittig auf der Linie an beliebigen Positionen (jedoch mindestens eine halbe Kachel voneinander entfernt) „Fahrgäste“.
Fahrgäste werden durch „Items“ (entsprechend der Materialliste) repräsentiert.
Die Anzahl der Fahrgäste (min. 6, max. 10) wird bei Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.
Die Roboter haben max. 150 Sekunden Zeit die wartenden Fahrgäste einzusammeln und an den Ecken des Spielfelds [also jeweils vollständig auf den „Eck-Kacheln“] abzusetzen.
Die Spielrunde endet vorzeitig, wenn einer der Roboter alle Fahrgäste korrekt abgesetzt hat.
Es ist jedem Team freigestellt, ob alle Fahrgäste in derselben Ecke platziert werden.
Ebenso ist es jedem Team freigestellt, ob eine oder mehrere Fahrten zu den Spielfeldecken erfolgen. Je korrekt abgesetzten Fahrgast erzielt das Team einen Punkt.
Gewonnen hat, wer die meisten Punkte hat. Es zählt nur die Anzahl der Punkte – die Zeit wird nicht gewertet.

Es werden zwei Durchläufe gespielt.


Aufgabe 3: Auf der Autobahn nachts um Halb Eins
oder Eierlaufen für Plattfüße

Diese Spielrunde findet ohne Spielfläche auf dem Boden statt.
Wir werden uns bemühen einen ebenen Boden ohne Kanten und Fugen auszuwählen – garantieren können wir das nicht.
Sofern möglich wird ein glatter Boden (Parkett, Fliesen, PVC oder Dergleichen) verwendet werden – aber auch dies kann nicht garantiert werden.
Es starten so viele Roboter gleichzeitig, wie separate Spuren vorhanden sind.
Die Roboter sollen von einer markierten Startlinie aus ihre Ladung über eine gerade Strecke möglichst weit transportieren. Die Strecke ist 80 cm breit und wird von kollisionsverträglichen Materialien begrenzt. Ist eine solche Begrenzung nicht möglich, werden entsprechende Bodenmarkierungen die Strecke begrenzen.
Sobald ein Roboter die Begrenzung berührt, endet hier die Fahrt des Roboters. Die Stelle wird gekennzeichnet und der Roboter aus dem Spiel entfernt.
Gewonnen hat, wer die längere Strecke zurücklegt. Bei gleicher Strecke entscheidet die kürzere Zeit. Die Spielrunde endet vorzeitig, wenn einer der Roboter das Ziel erreicht hat.
Für die gesamte Strecke gibt es 10 Punkte. Für Teilstrecken gibt es den entsprechenden Anteil (auf volle Punkte abgerundet).

Es findet nur ein Durchgang statt.


Aufgabe 4: The final challenge

Die Roboter dürfen in dieser Spielrunde ferngesteuert werden – gerne auch mit zusätzlicher Programmierung (z.B. gegen Kollisionen)!
In dieser Spielrunde spielen jeweils zwei Teams gegeneinander.
Das Los entscheidet über die Startposition.

Die Aufgabenstellung gleicht der aus Aufgabe 3 – mit dem Unterschied dass die Roboter nicht selbstlenkend eine gerade Strecke entlang fahren sollen, sondern über mehrere Runden entlang einer abgesteckten „Renn“-Strecke mit Fernsteuerunterstützung fahren.
Die Anzahl der Runden (2-4) wird bei Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.
Und auch hier gilt: Wer die Ladung verliert, ist raus.

Gewonnen hat, wer als Erster ins Ziel kommt.
Nach 180 Sekunden wird die Spielrunde abgebrochen.
Kommt niemand ins Ziel, gilt die längere Strecke.

Der Gesamtsieger dieser Aufgabe wird über das KO-System ermittelt.
Über die Start-Paarungen entscheidet das Los.
Abhängig von der Anzahl der angetretenen Teams, können durch den Ausrichter Gruppen gebildet werden. Hierbei entscheidet das Los über die Gruppenzugehörigkeit.

Nur die beiden unmittelbar beteiligten Teams dürfen die Funk-Kommunikation der Roboter aktivieren!


Aufgabe 5: Briefing

Im Briefing sollen die Teams in ca. 5 Minuten etwas über den eigenen Roboter erzählen.
Das Team soll im Briefing zeigen, dass sie selbst die kreativen Köpfe sind.
Hierbei wird nicht bewertet, wie gut oder ausgefuchst die gefundenen Lösungen sind – das hat der Roboter selbst ja schon bewiesen.
Hier besteht zudem die Chance ein Missgeschick oder kleines Unglück aus den vorangegangenen Runden „auszubügeln“.

Zum Briefing tritt das Team ohne den Betreuer vor eine Jury.
Zuschauer sind nicht zugelassen.
Die Jury stellt dem Team Fragen. Wer aus dem Team die Frage beantwortet, bestimmt das Team selbst.
Die Fragen könnten sein: (Beispiele!)

  • Welche Software habt ihr für Programmierung verwendet?
  • Wie ist das überhaupt mit der Programmierung eines Roboters?
    Welche Schritte sind notwendig?
  • Wie habt ihr das Problem … gelöst?
    (z.B. der Roboter fährt gegen ein Hindernis,
    wie findet der Roboter eine Spielfeldecke,
    wie erkennt der Roboter Kurven)
  • Welche Sensoren verwendet euer Roboter?
  • Warum verwendet ihr den .XYZ-Sensor?
  • ...

 

Jedes Team kann maximal 10 Punkte bekommen.
 

Die Jury vergibt zudem den „Sonderpreis der Jury“.

 

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