OPEN-MINT-Masters Münster 2016

Spielregeln

Grundsätzliches:

Operator

Je Team darf neben EINEM Roboter nur EIN weiteres Teammitglied als „Operator“ am Spieltisch anwesend sein.
Der Operator darf dabei nur so viel weitere Gegenstände (Roboterzubehör, Ersatzteile, Werkzeuge usw.) mitbringen, wie er in den Händen tragen kann. (Den Roboter natürlich zusätzlich). Bei jeder Aufgabe kann ein anderes Teammitglied Operator sein. 

Spielfläche

Die einzelnen Spielrunden finden oftmals auf Spieltischen statt – können aber auch auf dem Boden durchgeführt werden.
Die Spielfläche ist 114 cm x 228 cm groß. (entsprechend 4 x 8 Kacheln)
Die Größe der Spieltische kann hiervon durchaus abweichen – Übermaße werden mit geeigneten Begrenzungen  (Holz, Polystyrol) eingefasst.
Um den Wettbewerbscharakter zu unterstützen werden jeweils zwei Tische mit den Längsseiten gegenläufig aneinander gestellt. An beiden Tischen wird nach Möglichkeit zeitgleich gespielt.
Bei Runden auf dem Boden ist besonders darauf zu achten, dass die Roboter die Spielfläche nicht verlassen, oder in die benachbarte Spielfläche gelangen können.

Schiedsrichter

An jeder Spielfläche ist ein Schiedsrichter die oberste Instanz. Der Schiedsrichter wird von einem Deputy unterstützt. Beide beobachten und bewerten die Spielrunden und überwachen den regelkonformen Ablauf und den Zustand aller Spielmaterialien. Der Deputy unterstützt den Schiedsrichter bei der Entscheidungsfindung – hat aber keine Entscheidungsgewalt.

Regelgerechter Zustand

Vor Beginn jeder Spielrunde überzeugt sich der Schiedsrichter (bzw. sein Deputy) vom regelgerechten Zustand der Roboter und der Spielflächen.
Die Teams -vertreten durch den Operator-  können Veto einlegen. Kommt es zu keiner Einigung wird ein zweiter Schiedsrichter hinzugezogen dessen Urteil endgültig ist.

Kalibrieren

30 Sekunden vor dem Start darf der Roboter an der Start- und Ziellinie platziert werden z.B. um die Sensoren zu kalibrieren.
Während dieser Zeit darf sich der Roboter frei bewegen bzw. frei bewegt werden.

Start

Beim Start muss der Roboter in Fahrtrichtung mit der Vorderkante auf Höhe der Start-  und Ziellinie stehen.
Der Start erfolgt durch den Schiedsrichter durch „Auf die Plätze, Fertig, Los“.
Bei „Los“ dürfen die Roboter durch Einschalten oder Antippen eines Tasters vom Operator gestartet werden.

Eingreifen

Der Operator kann jederzeit den Roboter anfassen, korrigierend eingreifen oder den Roboter anheben. In diesem Fall muss der Roboter an den letzten passierten Ereignispunkt (z.B. Item oder Haltestelle) zurückgesetzt werden und kann dort die Aufgabe fortsetzen. Die Zeit läuft weiter. Bei Spielen mit Bewertung der Zeit wird für jeden dieser Eingriffe zusätzlich ein Malus von 15 Sekunden aufgeschlagen. Bei Spielen mit Bewertung über Punkte werden jeweils 5 Punkte abgezogen.

Gegenstände

Bei der einen oder anderen Aufgabe kann das Einsammeln von Gegenständen gefordert sein.
Entsprechende Muster dieser Gegenstände werden bei Veranstaltungsbeginn an jedes Team verteilt.
Diese Gegenstände werden eine Höhe  von 35 bis 65 mm, eine Kantenlänge bzw. Durchmesser von 25 bis 50 mm und ein Gewicht von maximal 30g haben. Die Gegenstände werden eine ebene Grundfläche haben – die Seiten werden nahezu senkrecht stehen (also keine Kugel, Halbkugel oder Pyramide bilden).
[Wer an Bauklötze denkt, liegt nicht daneben]

Portale

Auf jeder Spielfläche befinden sich zwei Portale mittig über der Linie, die beide vom Roboter durchfahren werden müssen.
Die (quadratischen) Portale haben eine Durchfahrtsbreite (bzw. -höhe) von min. 286 mm.
Die Position der Portale wird bei Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben. In jeder Fahrtrunde müssen beide Portale mindestens einmal durchfahren werden.

Fernsteuerung

Sofern der Roboter über eine Fernsteuereinrichtung verfügt ist diese bei allen Wettbewerbsteilen abzubauen bzw. nachweislich zu deaktivieren, bei denen der Einsatz nicht ausdrücklich erlaubt ist. Roboter die außerhalb der erlaubten Szenarien die Fernsteuereinrichtung aktivieren, werden disqualifiziert – dies gilt insbesondere für die Programmierung über WLAN-, ZigBee-, Bluetooth-, oder Infrarotschnittstelle. Die Programmierung hat grundsätzlich über Kabel zu erfolgen. Ist dies bauartbedingt nicht möglich muss bei Veranstaltungsbeginn eine Ausnahmegenehmigung eingeholt werden. Dennoch geschieht die kabellose Programmierung auf eigenes Risiko des Teams.
Zum Testen der Fernsteuerungen wird eine separate Trainingsfläche ausgewiesen.
Hintergrund ist, dass die Schnittstellen oftmals keine hinreichenden Sicherheitsmechanismen gegen ungewollten Zugriff von Außen
bieten.

Roboter

Die Roboter müssen die Portale durchfahren können.
Die Roboter dürfen ein Gewicht von 747 g („spielbereit“) nicht überschreiten.
Die Roboter müssen elektrisch angetrieben werden. Isotopenbatterien sind nicht erlaubt.
Ein Roboter ist im Ziel, wenn alle Teile des Roboters das Ziel erreicht haben.

Gesamtbewertung

Für die Gesamtbewertung und Bewertung in den einzelnen Disziplinen gilt nicht die Anzahl der gewonnenen Spielrunden, sondern die Summe der gefahrenen Zeiten bzw. erzielten Punkte oder zurückgelegter Strecken.

Details zu den Spielelementen

Die exakten Maße, Gewichte und Beschreibungen der Spielelemente einschließlich der Kacheln sind in einem separaten Dokument zusammengefasst. Dort finden sich auch Materialvorschläge, Aufbautipps und Bezugsquellen.

Ladung / Nutzlast

Bei allen Aufgaben muss der Roboter eine Ladung transportieren.
Verliert der Roboter die Ladung, endet die Runde für den Roboter.

Die „Ladung“ besteht entweder aus

  • einem Squashball der LOCKER auf (bzw in) einem am Roboter montierten Kunststoffrohr (z.B. HDPE-Installationsrohr) LIEGT. Das Rohr darf einen Innendurchmesser von maximal 32 mm und einen Außendurchmesser von maximal 38 mm haben und muss gut sichtbar montiert sein.

oder aus

  • einem Hartkunststoffball 50 mm Ø der LOCKER auf (bzw in) einem am Roboter montierten Kunststoffrohr (z.B. HDPE-Installationsrohr) LIEGT. Das Rohr darf einen Innendurchmesser von maximal 42 mm und einen Außendurchmesser von maximal 48 mm haben und muss gut sichtbar montiert sein. (Wer an einen LEGO-Ball denkt liegt sicher nicht daneben)

Jede Maßnahme oder Vorrichtung, die geeignet ist den Ball vor dem Herabfallen zu bewahren bzw. in der Position zu halten, ist unzulässig.

Hierbei wird ein strenger Maßstab angelegt! No cheating allowed! Keine Tricksereien!

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